Gartenpflege

Auch ein naturnaher Garten braucht Pflege! Wieviel Aufwand wir treiben müssen, hängt ganz von der Anlage des Gartens ab.

Jäten: Magere Flächen, die nur eine dauerhafte Ansaat heimischer Stauden tragen, müssen zwar zu Beginn von unerwünschten Kräutern befreit werden, aber nach den ersten Jahren genügt eine einmalige Mahd im Jahr. Staudenbeete sollten immer mal wieder durchgejätet werden. Mit der Zeit setzen sich die Pflanzen durch, denen es an dem jeweiligen Standort besonders gut geht. Ein besonderer Fall ist der Gemüsegarten, der in der Regel intensiver gepflegt werden muss. Unter dem Aspekt der Artenvielfalt ist besonders wichtig, dass kein Gift verwendet wird.

 

Samenstände stehen lassen: Für die Tierwelt ist es besser, wenn die Stauden erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Mancher Vogel kann sich so in der kalten Jahreszeit noch ein paar Samen holen, manche Insekten und ihre Larven können so besser überwintern. Das stellt natürlich Anforderungen an unseren Ordnungssinn. Vielleicht fangen wir damit an, zunächst nur ein paar Stauden und Halbsträucher ungeschnitten zu lassen.

 

Kompost: Das Kompostieren von Grünabfällen aus Küche und Garten führt den Grüngutabfall in den Kreislauf zurück. Den Kompost kann man wieder unter den Sträuchern verteilen und auf die Beete – vorzugsweise auf die Gemüsebeete – aufbringen. Der Kompost kann auch ein guter Strukturgeber für die Erde von Kübelpflanzen sein. Zugegeben: Das Kompostieren ist etwas Aufwand, aber es lohnt sich.

 

 

Rasen in Wiese wandeln

Ein Rasen ist zwar grün, beinhaltet aber leider nur wenig Leben. Um die Rasenfläche zu einem Lebensraum für Insekten zu machen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Nicht mehr ganz so kurz mähen: Das Mähwerk auf eine Höhe von 10 - 15 cm einstellen und keine Düngung mehr aufbringen. Das Mähgut von der Fläche entfernen. So können sich niedrig bleibende Stauden wie Gänseblümchen, Ehrenpreis und Kleearten auf der Fläche entwickeln. Die Fläche bleibt außerdem begehbar.

Einfach wachsen lassen: Man wird in den ersten Jahren wahrscheinlich fast nur Gras zu sehen bekommen. Wichtig ist, nicht mehr zu düngen und die Fläche 2-3 mal im Jahr zu mähen. Das Mähgut sollte kompostiert werden. Nach und nach werden sich mehr Blühpflanzen einstellen. Dann kann man auf eine einmalige jährliche Mahd umstellen. Man braucht natürlich viel Geduld.

Mit Samen impfen: Bei beiden zuvor beschriebenen Methoden kann man die Entwicklung etwas beschleunigen, wenn man an manchen Stellen in der Fläche Kahlstellen anlegt, in die man Samen einbringt. Die Samen kann man sich im Sommer/Herbst von umliegenden Wiesen holen oder im Fachhandel kaufen. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass es sich um heimische Wiesenpflanzen handelt. Viele Samenangebote unter dem Motto "Bunte Blumenwiese" enthalten Samen exotischer Pflanzen.

Ganz neu anlegen: Wenn man die Chance hat, eine Fläche ganz neu anzulegen, sollte man darauf achten, einen mageren Standort zu entwickeln. Das kann man mit dem Einarbeiten von Kies und Sand erreichen. Auf solchen mageren Standorten können sich - mit dem richtigen Saatgut - sehr blütenreiche Wiesen entwickeln.

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