Kurs "Mit der Sense mähen"

Am Samstag den 25.06.2022 um 10 Uhr mit Günther Kolb, Bezirks OGV Bruchsal

Anmeldung bis zum 10. Juni bei Martina Schmidt-Schüssler (m.schuessler@posteo.de)

Sensen können bei Bedarf gestellt werden

Geringer Unkostenbeitrag wird erhoben.

 

 

Schön, aber schon vorbei:

Vogelstimmenwanderung

Samstag, 14.05. 2022 um 19 Uhr mit Eva Kübler, NABU Karlsbad/Waldbronn

Treffpunkt: Parkplatz am Kurpark Waldbronn-Reichenbach

Botanische Wanderung

in die Mistwiesen bei Ittersbach am Sonntag, 15.05.2022 um 17 Uhr mit Dr. Klaus Rösch, BUND Karlsbad/Waldbronn

Treffpunkt: Parkplatz beim Sportplatz Ittersbach

Die Mistwiesen bei Ittersbach stehen als Flächenhaftes Naturdenkmal wegen ihrer einzigartigen Pflanzenwelt unter Naturschutz.

Naturnaher Garten - Pflegeleichter Anziehungspunkt für Insekten

Dienstag, 26.04.2022 um 18:30 Uhr im Pfarrzentrum Ernst Kneis, Busenbacher Straße 4 in Waldbronn-Reichenbach

Referentin: Michaela Senk, Firma GartenSpielRaum

Gelungene Info-Veranstaltung zum Thema ,,Naturnaher Garten"

Gut besucht war der Vortrag über „Naturnahe Gärten – Pflegeleichter Anziehungspunkt für Insekten“ der letzte Woche im Pfarrsaal der St. Wendelin Kirche stattfand. Eingeladen hatte der BUND Ortsverband Karlsbad/Waldbronn der das Thema im Rahmen seines neu aufgelegten übergreifenden Projekts Artenvielfalt intensiver angehen wird. Aktive Mitwirkende im Projekt sind der NABU, der Schwarzwaldverein, die Obst- und Gartenbauvereine, der Lesetreff, der Martinshof, die katholische und die evangelische Kirchengemeinde in Waldbronn und auch interessierte Bürger. Nach den Anfängen in Waldbronn soll das Projekt künftig auch auf Karlsbad ausgedehnt werden.

 

Als erstes machte die Referentin Michaela Senk von der Firma GartenSpielraum klar, dass hochgezüchteter englischer Rasen in unserer Region ohne aufwändige Bodenvorbereitung und Pflege eigentlich kei­ne Chance auf Gedeihen hat. Der schwere tonig-lehmige Boden ist wenig durchlüftet, außerdem lässt der Klimawandel mit zunehmend höheren Temperaturen die Böden schnell austrocknen. Ideal für die Artenvielfalt und reich blühende Gärten sind eher magere und gut durchlüftete Böden. Wildpflanzen, die „seit Ewigkeiten“ an diese Bedingungen angepasst sind, haben deshalb große Standortvorteile gegenüber den Neuzüchtungen oder Exoten aus anderen Regionen. Und die­se Pflanzenvielfalt ist Voraussetzung für ein vielfältiges Insektenleben, welches wiederum Voraussetzung für viele andere Tiere ist, die von Insekten leben: Von der Libelle über Vögel und Fle­dermäuse bis hin zu Igeln und anderen Säugetieren. Dabei ist die Bedeutung eines reichhaltigen lnsektenlebens gar nicht hoch ge­nug einzuschätzen: Der Wert der Systemleistungen aller Insekten in Deutschland für Blütenbestäubung, Schädlingsbekämpfung usw. wird nach einer Studie der Universität Hohenheim aus dem Jahr 2020 auf 3,8 Milliarden Euro geschätzt - pro Jahr!

 

Und Basis für das alles ist eine vielfältige Pflanzenwelt! Diese Pflanzenvielfalt fängt im eigenen Garten, an! Die Referentin ap­pellierte an die Zuhörer, auch etwas „Mut zur Unordnung" zu haben. Wenn nicht ständig eingegriffen wird, entwickelt sich eine natürliche Pflanzengesellschaft im Laufe der Zeit ganz von allein. Was dabei entstehen kann, bewies Frau Senk mit eindrucksvollen Bildern, die die gesamte Vielfalt und Buntheit solcher Gärten zeigten. Allerdings wird der Naturgartenbesitzer schon etwas Geduld brauchen. Wer hier die Entwicklung etwas beschleunigen will, kann inselartig in seinem Garten kleinflächig Wildblumensamen ausbringen, die sich dann nach und nach von allein ausbreiten werden. Auch Brennnessel-Ecken, Steinhaufen und Totholzhaufen können die Artenvielfalt erhöhen. „In einem naturnahen Garten darf vieles sein und wird vieles weggelassen, das in einem konventionellen Garten mühsame Arbeit ist“, so die Referentin. Auf die in den letzten Jahren festgestellte Zunahme der sog. „Schottergärten“ angesprochen, machte Frau Senk das Angebot, ein größeres Pflanzensortiment kostenlos bei einem Auftrag zur Umgestaltung eines solchen Schottergartens einzubringen. Interessenten werden noch gesucht!

 

Dass der Vortrag und die Diskussions- und Fragerunde im Anschluss daran gut zwei Stunden dauerte, zeugt vom großen Interesse der Zuhörer. Wenn jetzt noch die ein- oder andere Idee von ihnen umgesetzt wird, war der Abend ein voller Erfolg – auch für die Natur!